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Regional und nah am Kunden: Die Vogelsang Niederlassung Rothenschirmbach

Geschrieben von Vogelsang Industrie | 30.09.21 13:20

11. November 1991, Gewerbegebiet Rothenschirmbach: Der Startschuss für den Bau der Niederlassung ist gefallen, Vogelsang hat das Grundstück für seinen zweiten deutschen Standort erworben.

Knapp 1,5 Jahre später, im April 1993, startet der Betrieb, zunächst mit Pumpenreparaturen, der Fertigung und Montage von Schleppschlauchverteilgeräten kleinerer Bauart für Spezialfahrzeuge sowie dem Vertrieb.

Im Vogelsang-Werk in Rothenschirmbach, einem Ortsteil der Lutherstadt Eisleben im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt, arbeiten heute 44 Mitarbeiter in den Abteilungen Arbeitsvorbereitung, Produktion, Service und Anlagenbau. Der Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Agrartechnik. In der Niederlassung stellen die Mitarbeiter die gesamten Schleppschlauch- und Schleppschuhanlagen für die Gülleausbringung her, beispielsweise auch das Schleppschlauchgestänge SwingMax mit einer Arbeitsbreite von 36 Metern. „Unsere Niederlassung ist auf Stahlbauarbeiten für Gülleausbringung- und Verteiltechnik spezialisiert. Viele unserer Kunden sind Landwirte und Lohnunternehmen aus der Region Sachsen-Anhalt und generell Mitteldeutschland“, sagt Dietmar Köhler, Leiter der Niederlassung Rothenschirmbach und Vertriebsingenieur. Und Köhler weiter: „Wir bieten ihnen einen regionalen Service Standort und in enger Kooperation mit dem Essener Hauptsitz eine hohe technische Qualität und Service Leistung.“

 

Die Idee zur Niederlassung kam auf

Nach der Grenzöffnung im Jahr 1989 bot der ostdeutsche Markt ein großes Potenzial für die Produkte von Vogelsang. Für das Unternehmen waren im wesentlichen drei Gründe für die Investition in einen zweiten deutschen Standort ausschlaggebend: die hohe Bedeutung der Landwirtschaft im Osten, der steigende Bedarf an Service-Leistungen für die von Vogelsang eingesetzten Produkte sowie die Betreuung des Kunden vor Ort. Darüber hinaus gab es zu diesem Zeitpunkt in der ehemaligen DDR noch keine Pumpe, die nach dem Flüssigkeitsprinzip der Drehkolbenpumpe arbeitete. Wolfgang Jakob, Gründer der Niederlassung Rothenschirmbach und deren ehemaliger Leiter, suchte daher nach Investoren in Ostdeutschland und möglichen Einsatzgebieten für die Drehkolbenpumpe. Im Frühling 1993 wurde der Betrieb dann offiziell eröffnet.

 

„Das große Engagement der Mitarbeiter trägt wesentlich zu unserem guten Service bei“
Dietmar Köhler, Leiter der Niederlassung Rothenschirmbach und Vertriebsingenieur

Experte in jedem Segment

Die Service-Abteilung in Rothenschirmbach ist breit aufgestellt und betreut Kunden aus dem Großraum Mitteldeutschland, neben dem Agrarsegment auch in den Bereichen Abwassertechnik, Biogastechnik und Verkehrstechnik sowie in Industrieanwendungen. Geschultes Personal in der Niederlassung kennt sich dabei bestens mit der gesamten Produktpalette von Vogelsang aus. „Das große Engagement der Mitarbeiter trägt wesentlich zu unserem guten Service bei. Der geographische Standort ist ebenfalls ein Pluspunkt – der kurze Weg zur Autobahn führt uns schnell zu den Kunden“, sagt Köhler.

Zwischen den Abteilungen Arbeitsvorbereitung, Anlagenbau, der Produktion mit Schweißern und Schlossern und dem Zuschnitt, in dem seit 2019 ganze Schleppschlauchanlagen montiert werden, herrscht ein gut organisierter Informationsfluss. Meetings, die Köhler gemeinsam mit den Leitern der jeweiligen Abteilungen durchführt, tragen ebenso zu einem transparenten Austausch bei wie der Kontakt zu den Essener Kollegen.

 

Auf stetigem Wachstumskurs

Erst im Jahr 2018 hat Vogelsang mehr als zwei Millionen Euro in eine vierte Produktionshalle in Rothenschirmbach investiert, unter anderem auch in Werkzeugmaschinen. Die Mitarbeiter können daher seit letztem Jahr am Standort in Sachsen-Anhalt nicht mehr nur die Stahlbau-Arbeiten für das Schleppschlauch- und Schleppschuhgestänge durchführen, sondern auch die kompletten Anlagen montieren. Um diese Arbeit zu leisten, nahm das Rothenschirmbacher Personal am Hauptsitz in Essen/Oldenburg an mehrtägigen Schulungen und Einarbeitungen teil.

Die räumliche Erweiterung entzerrt die Produktionsbereiche in den einzelnen Hallen und vergrößert die Kapazitäten in den Arbeitsbereichen. Dies wiederum optimiert sowohl die Arbeitsprozesse als auch die Bedingungen für die Mitarbeiter. Der Standort in Essen/Oldenburg profitiert ebenfalls von der neuen Halle: Teile der Produktion am Hauptsitz konnten verlagert werden. Das entlastet die niedersächsischen Mitarbeiter erheblich. Köhler plant in Kooperation mit der Geschäftsführung noch weitere Projekte: „Wir planen, unsere Produktpalette in der Ausbring- und Verteiltechnik quantitativ zu erweitern. Zukünftig möchten wir hier auch Verschlauchungs-Gestänge wie den BackPac produzieren. Gleiches gilt für die Servicekapazitäten in den einzelnen Segmenten, die wir ebenfalls noch ausdehnen wollen.“

 

 

 

Service-Abteilunge und Service-Innendienst

 

 

Regionale Verbundenheit

Die Niederlassung Ost ist auch für die Menschen der Region ein wichtiger Standort. Als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb – seit 1993 bildete das Team rund 20 Azubis aus – bereichert er das Gewerbegebiet der Stadt. Darüber hinaus unterstützen Köhler und sein Team soziale Projekte und Vereine, in denen auch Mitarbeiter tätig sind. Beispielsweise stiftete das Unternehmen der Feuerwehr Osterhausen eine transportable Pumpe VX136-210Q mit Getriebemotor und Schaltschrank. Darüber hinaus unterstützte die Niederlassung finanziell die Anschaffung von Sachbüchern für die Grundschule in Osterhausen sowie den Umbau der Feuerwehr in Rothenschirmbach.

 

Rothenschirmbach auf einen Blick:

  • 1993: Gründung der Niederlassung Rothenschirmbach mit 4 Mitarbeitern
  • 2010: Bau einer zweiten Produktionshalle (18m x 40m)
  • 2013: Bau einer dritten Produktionshalle (18m x 40m)
  • 2018 Planung und Neubau einer 4. Produktionshalle (40m x 48m)
  • 2019 Planung und Neubau eines Sozialgebäudes (12m x 18m)
  • Mitarbeiterzahl 2020: 44

TEAMGEIST: Großgeschrieben

Der Standort ist von drei Mitarbeitern in den ersten Jahren auf mittlerweile über vierzig gewachsen. Allein im letzten Jahr sind sechs neue Angestellte dazukommen. 2019 erhielt die Niederlassung den „Unternehmensgeist-Preis“, unter anderem für seine Mitarbeiterbindung. „Unser ‚Stammpersonal‘ ist bei uns schon jahrelang beschäftigt. Dass sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen so verbunden fühlen, rührt sicherlich auch daher, dass wir sie von Beginn aktiv in die Aufgaben mit einbinden“, sagt Köhler, und ergänzt: „Das gilt ebenso für unsere Azubis. Auch das Interesse der Mitarbeiter an der Arbeit und Technik sowie das Vertrauensverhältnis untereinander tragen dazu bei.“

Die Hochphase der Corona-Krise meisterte das Team ebenfalls gemeinsam: Ein transparenter Maßnahmenplan half den Mitarbeitern, ein Hygienekonzept sowie den Sicherheitsabstand problemlos einzuhalten. Dank der räumlichen Erweiterungen konnten die Mitarbeiter der gewerblichen und kaufmännischen Abteilung alle zur gleichen Zeit vor Ort sein. Die Produktion hingegen arbeitete getrennt in Früh- und Spätschicht. „Termine und Lieferungszeiten konnten wir dank des Engagements und der Flexibilität aller einhalten. Besonders aber freut es uns, dass wir Mitarbeiter weder in Kurzarbeit schicken noch entlassen mussten“, fasst Köhler die Situation zusammen.

 

"Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen"

Kurzinterview Dietmar Köhler, Niederlassungsleiter und Vertriebsingenieur

Geboren 1961, ist Dietmar Köhler seit 2008 Niederlassungsleiter und Vertriebsingenieur bei Vogelsang Rothenschirmbach. Seit über 40 Jahren ist der studierte Diplomingenieur in verschiedenen Positionen im Abwassersegment tätig und 2002 bei der ostdeutschen Niederlassung im Vertrieb eingestiegen.

 

Herr Köhler, welche Chancen und Herausforderungen birgt Ihre Doppelfunktion als Vertriebsingenieur und Leiter der Niederlassung?
Mit meiner langjährigen praktischen Erfahrung kann ich unsere Kunden kompetent beraten. Als Vertriebsingenieur bekomme ich Einsicht in die technischen Anforderungen der Kunden. Daher bin ich als Niederlassungsleiter bei Gesprächen mit der Geschäftsführung am Hauptsitz in der Lage zu beurteilen, welche technischen Funktionen für die Kunden und daraus resultierend für unsere Niederlassung wichtig sind. Die beiden Positionen kann ich also gut miteinander verknüpfen. Mir die Zeit für die zwei Stellen richtig einzuteilen, kann mitunter herausfordernd sein. Da mir aber sowohl das strategische als auch das praktische Geschäft sehr viel Spaß machen, stelle ich mich dieser Aufgabe gerne.

Welche Highlights gab es in Ihrer beruflichen Tätigkeit bei Vogelsang bisher?
Neben der Ernennung zum Niederlassungsleiter im Jahr 2008 ist auch die Verleihung des „Unternehmensgeist“-Preises im letzten Jahr ein besonderer Moment für mich. Die Ehrung zeigt, dass wir mit unserer Mitarbeiterführung und Unternehmenskultur den richtigen Weg eingeschlagen haben. Wir gelten nun als Vorzeigeunternehmen im Landkreis Mansfeld-Südharz. Was mich während der ganzen Zeit bei Vogelsang begleitet und begeistert, ist das Vertrauen, das die Geschäftsführung in unseren Standort setzt. Durch die Erweiterung unseres Standorts hat sich das noch vertieft.

Welche Ziele setzen Sie sich und Vogelsang Rothenschirmbach für die nächsten Jahre?
Wir möchten weiterhin an unsere bisherigen Erfolge anknüpfen und die Firma Vogelsang noch bekannter machen. Den Teamgeist im Haus noch weiter zu stärken und zu fördern, ist uns ebenfalls ein Anliegen, ebenso wie die sehr gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und den einzelnen Abteilungen am Stammhaus in Essen fortzuführen.

 

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